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Chronische Schmerzen vergessen lernen

Leipzig/München (dpa) Chronische Schmerzen lassen sich nach Untersuchungen des Münchner Max- Planck-Instituts für Psychiatrie mit einer Kombination von Medikament und Verhaltenstherapie lindern. Der Forscher Walter Zieglgänsberger spricht dabei von „Schmerzferien“.

„Starke und langandauernde Schmerzen können sich im Nervensystem regelrecht einbrennen“, sagte er in einem dpa- Gespräch am Rande des Deutschen Schmerzkongresses am Donnerstag in Leipzig. „In den Schmerzferien müssen die Patienten lernen, den Schmerz zu vergessen.“

Auch wenn die Ursachen längst beseitigt seien, könnten Schmerzen den Patienten weiter quälen. „Durch diese ständige Überreizung können Nervenzellen zerstört werden“, sagte der Molekularbiologe. Zudem führe die Veränderung im Nervensystem dazu, dass selbst geringe Schmerzen als stark wahrgenommen würden. „Der Betroffene wird übersensibel und vermeidet schmerzhafte Bewegungen.“

Bei Untersuchungen mit Rückenmarkzellen von Ratten haben die Forscher festgestellt, dass die Zelle von Mal zu Mal heftiger reagiert, wenn derselbe Schmerzreiz in regelmäßigen Abständen auftaucht. Auch wenn er nicht stärker werde, feuere die Zelle irgendwann wie wild Signale ans Gehirn, erläuterte Zieglgänsberger. „Wenn wir das 100 bis 200 Mal wiederholen, dann wird die Zelle, wie wir sagen, spontanaktiv. Dann braucht es gar keinen Schmerzreiz mehr, um sie am Feuern zu halten.“

In den „Schmerzferien“ solle das „Programm chronischer Schmerzen“ im Gehirn nach und nach überschrieben werden. Basis seien dabei auf den Schmerz abgestimmte Medikamente in Kombination mit einer Verhaltenstherapie. „Die Bewegungen werden von den alten Erwartungen mit negativen Empfindungen entkoppelt.“ Diese positive Erfahrung führe zu einer Verbesserung des seelischen Empfindens.

Schwäbische Zeitung Ausgabe 07.10.2004


Schmerzpatienten leiden oft zu lange

Leipzig (ap/dpa) - In Deutschland entstehen durch chronische Schmerzen - vor allem Rückenbeschwerden - jährlich volkswirtschaftliche Kosten von bis zu 28 Milliarden Euro. Trotzdem gibt es nach Ansicht von Gesundheitsexperten bei Diagnose und Therapie enorme Defizite.

„Jeder zehnte Deutsche ist von chronischem Schmerz betroffen, also rund acht Millionen Menschen“, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes, Michael Zenz, gestern in Leipzig zum Auftakt des Deutschen Schmerzkongresses.

Einer vernünftigen Schmerz-Diagnose geht nach den Angaben des Mediziners meist ein jahrelanger Leidensweg der Patienten voraus.

Im Durchschnitt warte jeder Schmerzpatient zehn Jahre, bis er eine qualifizierte Therapie erhalte. Bis zu diesem Zeitpunkt hätten die Patienten dann im Durchschnitt schon fünf verschiedene Ärzte erfolglos aufgesucht. „Wir brauchen dringend Lehrstühle für Schmerztherapie an den deutschen Universitäten“, unterstrich Zenz.

Dieser Forderung schloss sich Kongresspräsident Jan Hildebrandt an. Er machte deutlich, dass allein die Kosten für Behandlung, Rehabilitation und vorzeitige Berentung von Patienten mit chronischen Rückenbeschwerden im Jahr auf rund 25 Milliarden gestiegen seien.

Er wies darauf hin, dass hier ein Umdenken in der Behandlung einsetzen müsse. Man gehe davon aus, dass in Zukunft ein bio-psychologischer Ansatz verfolgt werde. Als effektiv werden im wesentlichen zwei Verfahren bewertet: die Bewegungs- und Psychotherapie. Die meisten bekannten Therapien wie Medikamente, Bäder und Massagen gerieten zunehmend unter Druck, nachdem in kontrollierten Studien nachgewiesen worden sei, dass sie nicht oder nur sehr gering wirksam seien.

In einer internationalen Studie zum Umgang mit chronischen Rückenschmerzen landete Deutschland auf dem letzten Platz hinter den USA, den Niederlanden, Schweden oder der Schweiz. Nach zwei Jahren Therapie kehrten in Deutschland nur 35 Prozent der Patienten an ihren Arbeitsplatz zurück.


Start der Ausbildungsreihe GANZHEITLICHE SCHMERZBEHANDLUNG IN DER ZAHNMEDIZN

Am 08./09. März 2003 begann die Ausbildungsreihe der DAGST in spezieller Schmerztherapie für den Fachbereich der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in Tübingen.

Die Ganzheitliche Schmerzbehandlung führt in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in Deutschland leider noch immer ein Schattendasein. Schmerztherapeutische Maßnahmen erschöpfen sich beim Zahnarzt in der Regel in der alltäglichen Lokalanästhesie bei verschiedenen zahnärztlichen Eingriffen und in der Gabe von Acetylsalicylsäure-, Ibuprofen- oder Paracetamolpräparaten. Die Verordnung von Opioid- oder Opiatpräparaten, selbst solchen, die nicht auf der Liste der Betäubungsmittel stehen (zum Beispiel Tramadol), erfolgt äußerst selten.

Mit dem ersten Teil einer vierteiligen Seminarreihe startete die DAGST ein bundesweit wohl einmaliges Projekt mit der Zielsetzung, interessierte Zahnärztinnen und Zahnärzte in spezieller Schmerztherapie auszubilden. Am Ende der Ausbildung sollen diese Kolleginnen und Kollegen in der Lage sein, professionell und versiert mit den verschiedenen Schmerzzuständen in einer Zahnarztpraxis umzugehen, um bei entsprechenden Patienten möglichst rasch und suffizient den häufig bereits Jahre lang bestehenden Leidensdruck zu lindern. Die DAGST legt dabei besonderen Wert auf eine interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche.

Am 08./09. März nutzten bereits 25 begeisterte zahnärztliche Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, ihr Wissen im breitgefächerten Bereich der Schmerztherapie zur erweitern und zu vertiefen.

Nach einem einleitenden Überblick von Kiefer- und Gesichtschirurg Prof. Dr. Dr. N. Schwenzer über die verschiedenen Möglichkeiten und Differenzierungen chronischer Schmerzursachen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich am Samstag übernahm Dr. E. Stemmler, Biochemiker und Fachreferent „Schmerz“ die schwierige Aufgabe, die komplizierten Mechanismen der Schmerzentstehung, Schmerzweiterleitung, Schmerzverarbeitung, Schmerzbeeinflussung und Schmerzchronifizierung auf physiologisch-anatomischer Grundlage zu erläutern. Durch seinen sehr anschaulichen Vortrag mit einprägsamen Schaubildern wurde vielen der Kursteilnehmer erstmals klar, warum diese Grundlagen so wichtig sind. Nur auf dieser Basis und bei exakter Differenzierung zwischen nozizeptivem und neuropathischem Schmerz lässt sich der gezielte Einsatz wirksamer schmerztherapeutischer Maßnahmen erklären. Vielen Kursteilnehmern wurde unmittelbar bewusst, warum so viele Schmerzmittelverordnungen in der Medizin völlig sinnlos, zum Teil auch gefährlich sind. So konnte Dr. Stemmler unschwer verdeutlichen, warum zum Beispiel neuropathisch begründete Schmerzen auf Präparate aus der Gruppe der NSAR) (Nichtstereoidalen Antirheumatika wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Diclofenac) sehr schlecht ansprechen und teilweise lebensbedrohliche Nebenwirkungen nach sich ziehen können. Die positiven Alternativen lassen sich andererseits aus dem erlernten Wissen sofort ableiten. Herr A. Philipp, Facharzt für Anästhesiologie und Ganzheitliche Schmerzbehandlung führte die zahnärztlichen Kolleginnen und Kollegen in die Kunst der Schmerzanamnese und –diagnostik ein und vermittelte Tricks, wie man über spezielle Fragebogen an die entscheidenden Elemente des Schmerzgeschehens beim Patienten vordringt, diese richtig interpretiert und eine Klassifizierung des Schmerzgeschehens vornehmen kann. Denn nur die korrekte Diagnosestellung ermöglicht eine optimal und individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmte Schmerztherapie. Die DAGST ist dabei, für alle Mitglieder einen auf die Belange der Zahnarztpraxis abgestimmten eigenen Schmerz-Fragebogen zu entwickeln. Anschließend stellte Dr. M. Schier, 2. Vorsitzender des Vereines und Facharzt für Anästhesiologie und Ganzheitliche Schmerzbehandlung die unterschiedlichen klinischen Schmerzzustände vor und gab einen ersten Überblick über alle Möglichkeiten einer multimodalen Schmerztherapie. Am Sonntag vertiefte zunächst Dr. Schier einzelne dieser therapeutischen Möglichkeiten und vermittelte erste brauchbare Konzepte für den Gebrauch in der Zahnarztpraxis. Über die indikationsbezogene Empfehlung einiger weniger Präparate aus der Gruppe der NSAR (hier wurde vor allem eine Lanze für die noch recht neuartigen COX-2-Hemmer gebrochen und der sinnvolle Einsatz einzelner dieser Präparate vor zum Beispiel operativen Eingriffen erläutert) oder der Medikamente Gabapentin oder Flupirtin haben die Kolleginnen und Kollegen für ihre Praxis bereits  Möglichkeiten, effektiver und zielgerichteter an diverse Schmerzzustände in der Zahnarztpraxis heranzugehen. Im anschließenden praktischen Teil wurden zwei Patienten vorgestellt. Am Beispiel eines Patienten aus der Praxis von Herr Philipp demonstrierte dieser das systematische Vorgehen von der Erstvorstellung bis zur Dokumentation des Krankheitsverlaufs, in diesem Fall ein atypischer Gesichtsschmerz. Die Life-Demo einer Blockade des Ganglion pterygopaltinum mit sofortiger Schmerzfreiheit vermittelte einen ersten Eindruck über die Behandlungsmöglichkeiten mit Hilfe der Therapeutischen Lokalanästhesie. Ein Kollege aus dem Auditorium mit persistierenden chronischen Schmerzen nach Operation einer Trümmerfraktur am Sprunggelenk und Zustand nach multiplen nicht komplikationslosen operativen Eingriffen im Bereich des Abdomens stellte sich freundlicher Weise spontan zur Verfügung, um die theoretischen Kenntnisse der Auswertung eines Schmerzfragebogens vom Vortag direkt in die Praxis umzusetzen. Auf Grund der hervorragenden Ausführungen unseres 1. Vorsitzenden vom Vortag war es für alle Teilnehmer eine Leichtigkeit, das Chronifizierungsstadium nach Gerbershagen festzulegen. Herr Philipp informierte anschließend über das systematische weitere Vorgehen in einem solchen Fall. Die rege Diskussionsbeteiligung seitens der Kursteilnehmer über das Für und Wider bestimmter Therapieansätze war für alle gewinnbringend und aufschlussreich. Am Ende des Kurswochenendes war die Zeit wieder einmal fast zu kurz. Trost blieb, dass die Seminarreihe fortgesetzt wird und dass das bereits erarbeitete Wissen in den weiteren Kursen weiter vertieft und erweitert wird.

Die positive Resonanz der Kursteilnehmer und die Begeisterung bestätigt die Notwendigkeit und Richtigkeit einer derartigen fachspezifischen Weiterbildung. Die DAGST hat bereits heute die Kriterien für eine Vollausbildung zum speziellen Schmerztherapeuten in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde formuliert und bietet diesen kompletten Ausbildungsgang an (zu finden auf unserer Homepage www.dagst.de). Die vierteilige Kursreihe in Tübingen, als anerkennbarer Grundlagenteil für diese Gesamtausbildung, hat zwar bereits begonnen. Interessierte Kolleginnen und Kollegen können jedoch jederzeit auch in die bereits laufende Seminarreihe einsteigen, weil die Themenbereiche und —schwerpunkte aller Teilseminare in sich abgeschlossen sind.


Deutsche Akademie für Ganzheitliche Schmerztherapie e. V.

Pharmakolgische Schmerztherapie in der Zahnarztpraxis

Teil 2 der Grundlagenausbildung GANZHEITLICHE SCHMERZBEHANDLUNG IN DER ZAHNMEDIZN

Am 05. und 06. April 2003 fand in Tübingen im Rahmen der Grundlagenausbildung GANZHEITLICHE SCHMERZBEHANDLUNG IN DER ZAHNMEDIZIN das 2. Seminar statt mit dem Schwerpunktthema Pharmakologie.

Nach einem einführenden Überblick über das Spektrum ganzheitlicher schmerztherapeutischer Maßnahmen durch Herrn A. Philipp wurden von Dr. M. Schier die breitgefächerten Möglichkeiten des Einsatzes verschiedener Lokalanästhetika, ihr Indikationsbereich, ihre Vor- und Nachteile, sowie die Grenzen des Einsatzbereiches ausführlich vorgestellt. Die Kursteilnehmer mussten sehr schnell erkennen, dass es weit aus mehr und, indikationsabhängig, durchaus auch bessere Möglichkeiten im Bereich der Lokalanästhesie gibt, als nur das allseits beliebte UltracainR. Interessant war für viele auch die detaillierte Darstellung des Wirkansatzes dieser Mittel.

In der Patientenvorstellung am Nachmittag wurde anschaulich der Praxisbezug hergestellt. Die Live-Vorführung des Befüllens einer implantierten Morphinpumpe und die Beschreibung des Wirkprinzips und Einsatzbereiches erweiterte den theoretischen Horizont des breitgefächerten multimodalen Konzepts einer fachübergreifenden Schmerztherapie. Bei einem weiteren Patienten wurde eine Ganglienblockade mit Bupivacain demonstriert und in die Technik der Infusionstherapie eingewiesen. Die Infusionstherapie mit Vitamin-B-Komplexen und ausgewählten Spurenelementen ist eine tragende Säule in der professionellen Schmerztherapie. Anschließend wurde das Prinzip der Infusionstechnik und die Venenpunktion auch unter Berücksichtung der Beherrschung adäquater Notfallmaßnahmen durch die Kursteilnehmer in gegenseitigen Übungen praktisch nachvollzogen.

Der Sonntag war der Tag von Dr. E. Stemmler. Mit der bereits gewohnten Professionalität stellte er anschaulich die Nozizeption und die Weiterleitung der Schmerzreize bis in den Neocortex und die verschiedenen physiologischen Schmerzhemmsysteme vor. Die Mechanismen der Schmerzchronifizierung wurden auf mikrobiologischer und biochemischer Ebene detailliert veranschaulicht. Auf der Basis dieser Grundlagen wurde der Wirkmechanismus verschiedener potenter Antischmerz-Pharmaka und deren Nebenwirkungen und Grenzen offensichtlich. Neben peripher wirksamen Schmerztherapeutika, wie z.B. Nicht-Steoridale-Antirheumatika, wurden auch zentral wirksame Medikamente mit besonderem Bezug zur Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde vorgestellt, zum Beispiel die Wirkstoffe Flupirtin und Tolperison. Auch die Möglichkeiten der Beeinflussung von neuropathischen Schmerzen durch Antikonvulsiva, Opioide oder Antidepressiva und deren Wirksansatz wurden ausführlich besprochen.

Alle Kursteilnehmer freuen sich bereits auf den 3. und 4. Teil dieser Grundlagenausbildung für Zahnmediziner. Diese Seminare finden am 18./19. Oktober 2003 (Schwerpunktthema: perioperatives Schmerzmanagement) bzw. 13./14. Dezember 2003 (Schwerpunktthema: interdisziplinäre Schmerztherapie) mit namhaften Referenten in Tübingen statt. Da die Folgeseminare in sich abgeschlossene Themenschwerpunkte beinhalten, können interessierte Kolleginnen und Kollegen auch an einzelnen Veranstaltungen teilnehmen. Weitere Informationen finden Sie hier.


Deutsche Akademie für Ganzheitliche Schmerztherapie e. V.

Perioperatives Schmerzmanagement in der Zahnarztpraxis

Teil 3 der Grundlagenausbildung SPEZIELLE SCHMERZTHERAPIE IN DER ZAHNMEDIZN

Am 18. und 19. Oktober 2003 veranstaltete die Deutsche Akademie für Ganzheitliche Schmerztherapie e.V. (DAGST) ihr 3. Seminar im Rahmen der Grundlagenausbildung SPEZIELLE SCHMERZTHERAPIE IN DER ZAHNMEDIZIN in Tübingen, dieses Mal mit dem Schwerpunktthema Perioperatives Schmerzmanagement.
Verschiedene kompetente Referenten vermittelten umfassende und differenzierte Kenntnisse zur Vermeidung und Behandlung von Schmerzen im Rahmen chirurgischer Eingriffe beim Zahnarzt. Einmal mehr wurde die DAGST ihrem Namen gerecht, indem es die Referenten verstanden, das breite Spektrum einer modernen und multimodalen Schmerztherapie umfassend vorzustellen.
Nach einem einführenden Überblick über die Mechanismen der physiologischen Schmerzleitung, Schmerzverarbeitung und Schmerzhemmung und der Vorstellung möglicher Ansatzpunkte einer medikamentösen Schmerztherapie vor allem aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika durch Herrn Dr. Stemmler vermittelte Herr Dr. Schier zunächst ein psychologisches Konzept zur konsequenten Vermeidung von Angstzuständen und Aversionen in einer Zahnarztpraxis. Nach der Mittagspause besprach der Herr Philipp die theoretischen Grundlagen und Voraussetzungen für eine optimale Lokalanästhesie einschließlich der therapeutischen Möglichkeiten zur Behandlung möglicher Azidosen. Anschließend zeigte er in einer praktischen Demonstration am Patienten das Vorgehen bei der therapeutischen Lokalanästhesie am Ganglion pterygopalatinum. Zum Abschluss des Tagesprogramms stellte Herr Schier verschiedene naturheilkundliche Möglichkeiten vor allem aus den Bereichen der Homöopathie und der Phytotherapie zur Begleitbehandlung bei chirurgischen Eingriffen vor.
Am Sonntag sprach Herr Philipp über die theoretischen Grundlagen und die praktischen Einsatzmöglichkeiten der Magnetfeldtherapie im Rahmen der Schmerztherapie. Die Magnetfeldtherapie kann auch im Rahmen von chirurgischen Eingriffen sehr sinnvoll zur Unterstützung der Wundheilung und zur Vermeidung von Schmerzen in jeder Praxis eingesetzt werden. Anschließend stellte Herr Dr. Schmierer die therapeutischen Möglichkeiten der Hypnose und deren Grenzen in der Theorie vor. Zum Abschluss des Seminars konnten die Kursteilnehmer dann noch Life über Großbildvideodemonstration der Durchführung von zwei chirurgischen Eingriffen am Patienten in einer kieferchirurgischen Praxis unter Anwendung der Hypnose beiwohnen.
Erfreulich war die große Anzahl an neuen Kolleginnen und Kollegen bei diesem 3. Grundlagenseminar und deren großes Interesse an der von der DAGST durchgeführten schmerztherapeutischen Ausbildung für Zahnärzte. Auf Grund der rundherum gelungenen Veranstaltung freuen sich alle Kursteilnehmer bereits auf den 4. Teil dieser Grundlagenausbildung für Zahnmediziner am 13. und 14. Dezember 2004 in Tübingen mit dem Themenschwerpunkt Interdisziplinäre Schmerztherapie.
Alle Grundlagenseminare sind vom Inhalt her grundsätzlich in ihrer Thematik abgeschlossen und so aufgebaut, dass jederzeit ein Quereinstieg in die Schmerztherapie auch für alle Neueinsteiger möglich ist oder auch nur Einzelseminare aus der Gesamtreihe belegt werden können. Im nächsten Jahr hat die DAGST auf Grund der regen Nachfrage nach dieser speziellen Schmerzausbildung bereits eine neue komplette Grundlagenseminarreihe für Zahnärzte geplant. Die entsprechenden Veranstaltungstermine können interessierte Kolleginnen und Kollegen im Internet unter www.dagst.de in Erfahrung bringen.
Bereits Ende Januar 2004 bietet die DAGST für alle Teilnehmer an der gesamten vierteiligen Kursreihe in diesem Jahr ein Prüfungswochenende an. Nach bestandener Prüfung auf der Basis von mindestens 80 Stunden schmerztherapeutischer Ausbildung, werden dann diese Kolleginnen und Kollegen in einer Liste auf der Internetseite der DAGST als Spezialisten in spezieller Schmerztherapie für den Bereich der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde für anfragende Kollegen und Patienten geführt.

Hardy Gaus
Zahnarzt
Vorstandsmitglied der DAGST